SheraTop®-System

Korrosionsschutz

Zinkschichten

  • Sherardisierte Schichten bieten aktiven Schutz
  • Die Schutzdauer ist abhängig von der Schichtdicke
  • Passivierungen und Topcoats erhöhen die Schutzwirkung deutlich

Wer seine Produkte vor Korrosion schützt, möchte den Wert und die Funktionalität lange erhalten. Denn die Kosten für Ersatz oder Wartung sind deutlich höher als die Kosten für einen guten Korrosionsschutz.   

Zinkbeschichtungen, wie das Sherardisieren, sind seit Jahrzehnten bewährt und der Korrosionsmechanismus des Zinks bekannt.

Da Zink elektrochemisch unedler als Eisen ist, bietet es einen aktiven kathodischen Schutz. Das heißt, solange sich genügend Zink in der Nähe des Grundmaterials befindet, wird dieses nicht angegriffen. Die Korrosionsprodukte des Zinks haften fest an den Oberflächen und schützen diese. Kratzer werden selbstheilend mit Korrosionsprodukten aufgefüllt.    

Dabei hängt die Lebensdauer des aktiven Korrosionsschutzes von der aufgebrachten Zinkmenge ab. Je dicker die Schicht desto länger ist die sichere Schutzwirkung. Dies konnte in zahlreichen Studien bestätigt werden.   

EN ISO 14713

In EN ISO 14713 wird die Lebensdauer von Zinkschichten in verschiedenen Korrosionsumgebungen beschrieben. Die erwartete Lebensdauer einer sherardisierten Deckschicht von durchschnittlich 35 µm, für ein städtisches Klima (C3), beträgt mehr als zwanzig Jahre.

 

Beschleunigter Korrosionstest

In einem Salzsprühnebeltest nach ISO 9227 korrodiert jede verzinkte oder diffusionsverzinkte Deckschicht relativ schnell, während sie in der Natur je nach Schichtdicke lange beständig ist. In diesen Tests kann die Zinkschicht keine schützende Patina bilden, was den schnellen Ausfall erklärt.

Nach EN ISO 14713 sagen beschleunigte Korrosionstests bei Zinkschichten nur wenig über ihr Verhalten in der Praxis aus.

Durch eine Passivierung oder Topcoat bringt man einen zusätzlichen passiven Schutz auf, so können selbst dünne Zinkschichten hervorragende Ergebnisse im Salzsprühnebeltest erzielen.

Der Schnelltest prüft dabei die Geschlossenheit und Passivität der Deckschicht, sowie Anhaftung des Gesamtsystems.

In der Anwendung im Feld schützt der Topcoat, die aktive Schicht, bis dieser durch Risse, Kratzer oder andere mechanische Beanspruchungen gestört wird, der Basecoat wirkt dann aktiv durch Auffüllen der Störstellen der Korrosion entgegen.

Duplex-Systeme sind daher deutlich beständiger als die Einzelbeschichtungen.

Das SheraTop®-System nutzt die besonderen Eigenschaften des sherardisierten Basecoats und ist optimal auf die Topcats abgestimmt. So können bemerkenswerte Resultate in Schnelltests und im direkten Einsatz erzielen werden.